Ein
An Oberkante anstehendes Wasser Architekt plante eine Reihenhauszeile mit einem gemeinsamen Keller aus wasserundurch-lässigem Beton. Soweit, so gut. Was nun kommt, ist schwerer zu verstehen. In diese Wanne setzt er dann die eigentliche Kellerwand aus Kalksandsteinen. Beide Schalen sind durch eine Styrodur-Dämmung voneinander getrennt.

Und was ging nun schief? Bei Festlegung der Höhe der Wanne hatte der Architekt  unglücklicherweise der Bemessungs-Wasserstand nicht berücksichtigt. Dieser hätte sich aber bei einer Ortsbesichtigung angesichts eines nur ca. 20 m entfernt liegenden Teiches leicht erschlossen.

Und so kam, was kommen musste. Kurz nach Bezug der Gebäude kam es zu massiven Wassereintritten
in alle Kellerräume. Das außen anstehende Wasser lief über die Oberkante der WU-Wanne in die Dämmebene hinein. Das Wasser verteilte sich auf der gemeinsamen Sohlplatte, weil die Abdichtung zwischen der der Betonwanne und dem Kellermauerwerk nicht druckwasserdicht ausgebildet war. In der FolgezeitAnstehendes Wasser kam es zu Mehrfachflutungen aller Kellerräume der Reihenhauszeile. Es existierte auch keine Abdichtungstrennung zwischen den einzelnen Gebäudeteilen.

Die mit einer KMB (kunststoffmodifizierte Bitumen-Dickbeschichtung) ausgeführte Abdichtung zwischen der WU-Wanne und dem aufgehenden KS-Kellermauerwerk wurde durch eine beidseitig mechanisch gesicherte, 2-lagige bituminöse Bahnenabdichtung ersetzt.


Ach ja: Der Architekt hat den Regress der Eigentümer wirtschaftlich nicht überstanden.